Klare Mehrheit macht den Weg für Windräder frei


Die Dachsbacher haben beim Bürgerentscheid gegen das Bürgerbegehren gestimmt. Die zwei geplanten Windräder bei Trais- und Arnshöchstädt können gebaut werden. Eine deutliche Mehrheit hat am Sonntag mit „Nein“ zum Bürgerbegehren gestimmt, das den Bau zweier Windräder zur Energiegewinnung hatte verhindern sollen.

Die Wahlbeteiligung in Markt Dachsbach – gleich hinter der Grenze zum Nachbarlandkreis Neustadt/Aisch – war beachtlich. Von 1388 Wahlberechtigten beteiligten sich 872 Bürger (62,82 Prozent) am Votum zum Bürgerentscheid. Dabei stimmten 406 Wähler (46,67 Prozent) gegen den Bau der beiden Windräder, 464 Bürger (53,33 Prozent) votierten für deren Bau, zwei Stimmen waren ungültig.

IMG_2035

Die Diskussion für oder gegen den Bau hatte sich in den letzten Monaten zusehends mehr emotional entwickelt. Jetzt habe der Bürgerwille entschieden, stellte Hans-Jürgen Regus, Dachbachs Erster Bürgermeister, noch am Sonntagabend zufrieden fest. Die Windkraft-Gegner seien deutlich gescheitert. Regus hofft jetzt, dass sich die aufgeheizte Stimmung wieder beruhigt.

In Dachsbach mit den Ortsteilen Arns- und Traishöchstädt, in Rauschenberg und Oberhöchstädt hatte es vor dem Entscheid erneut Bürgerversammlungen zur Information gegeben. Die Stimmung dort wurde zusehends aggressiver, die Diskussion heftiger. Dabei waren es eigentlich nur eine Handvoll Gegner, die mit Geschrei und Pfiffen die Versammlungen aufgemischt hatten. Sogar das Mikrofon sollen sie Rednern aus der Hand gerissen haben. Vor allem jene Aktivisten fielen auf, die aus Rezelsdorf kommend, kein Rederecht hatten. Das aber partout nicht respektieren wollten und deshalb ein „beschämendes Verhalten“ zeigten, so war zu erfahren.

Bereits Anfang Februar 2013 waren damals die Bürger der geplanten Standorte  per Briefwurfzettel zur ersten Info-Veranstaltung geladen worden. Der Abstand des Windrads zu Traishöchstädt sollte 1,5 km betragen, bei Arnshöchstädt waren es 800 m. Die erste Abstimmung fiel positiv aus, nur zwei Bürger waren gegen die geplanten Windräder. Etwa zweieinhalb Jahre hatte zum Vorhaben Ruhe geherrscht, die Planungen liefen. Erst als Windradgegner aus dem Nachbarlandkreis ERH aktiv wurden, kippte laut Bürgermeister Regus die Stimmung.

Einige wenige Bürger aus Weisendorfs Ortsteil Rezelsdorf hatten dort bereits ein geplantes Windrad verhindert. Dieses Windrad wäre das dritte des landkreisübergreifenden Projekts mit Dachsbach zur Windenergiegewinnung gewesen. Jetzt sollte das restliche Vorhaben zur Windenergie gekippt werden. Man machte deswegen gegen Ende der Kampagne sogar Hausbesuche, wie Anwohner versicherten.

Advertisements

3 Kommentare

  1. Christiane Kolbet · · Antwort

    Es bleibt zu wünschen, dass die „Mitbürger“ aus Rezelsdorf das demokratische Ergebnis respektieren und ihre Agitation im Nachbarlandkreis einstellen. Das Verhalten, das sie an den Tag gelegt haben, war über weite Strecken nur noch zum fremdschämen: Desinformation, Beleidigungen, persönliche Diffamierungen bis hin zum offenen Rufmord. Aber auch der Weisendorfer Bürgermeister und die Räte von CSUWG, FW und BWG müssen sich an ihre Nase fassen. Statt beherzt gemeinsam mit den Dachsbachern ein Bürgerwindprojekt voranzutreiben, sind sie vor ein paar Schreihälsen eingeknickt.

  2. Alex Wust · · Antwort

    Schön daß es jetzt doch klappt mit den Windrädern. Wie die Gegner vorgingen mit Ängsten schüren usw. ist beschämend, das hat mit sachlichen Infos nichts zu tun. Ich schließe mich dem Vorredner an, daß jetzt hoffentlich Ruhe einkehrt im Ort. Vielleicht können sich die Leute zu einem Spaziergang zu der Baustelle, wenn es so weit ist, entschließen und mal beim Aufbau zusehen, es ist sehr interessant, weiß ich aus eigener Erfahrung.

  3. Roland · · Antwort

    Die Vorkommentatorin sollte nicht immer wieder von sich auf andere schließen. Es ist auch Ihnen bekannt, dass über die geplanten Windkraftanlagen erst nachträglich (nach der Beschlussfassung im Gemeinderat) informiert wurde. Eine Vorinformation der Bürger, insbesondere der betroffenen Einwohner in Rezelsdorf, fand nicht statt. Ich sehe es Kritisch, wie einseitig Ihre Sichtweise auf alle Einwohner Rezelsdorf zu sein scheint. Auch scheint Ihr Demokratieverständnis etwas fern der Realität zu sein, ansonsten würden Sie sich nicht in der Öffentlichkeit derart äußern. Mich beschleicht manchmal der Verdacht, dass es Ihnen gar nicht um einen Konsens oder gar eine nachhaltige Energieversorgung geht (denn es gibt nicht nur Windkraft), sondern um eine Ideologie, die es gilt mit aller Macht umzusetzen. Koste es was es wolle.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: