Seine Vorbilder sind die Motivation und seine Wegbegleiter


Bastian Selig ist aktiv bei der Feuerwehr, beim Roten Kreuz und engagiert sich seit kurzem in Medizintechnik. Er ist der bisher jüngste erste Vorstand des örtlichen Feuerwehrvereins seit dessen Gründung 1876, er gehört seit über zehn Jahren schon zur aktiven Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr. Auch beim Roten Kreuz hat er bereits eine beachtliche Karriere hingelegt. Und neben all den ehrenamtlichen Aufgaben steht er seit kurzem im Berufsleben ebenfalls seinen Mann. Was treibt den gebürtigen Weisendorfer an?

Eigentlich ist für ihn sein Lebenslauf ganz selbstverständlich. Schon immer sei er gern unter Leuten gewesen, versichert der 23-Jährige, habe mit ihnen Gemeinschaft gesucht. Für die musste er „logischerweise was tun“. Dabei hat er Vorgesetzte nicht nur als Chef, sondern auch als Freunde kennengelernt. Als Vorbilder, die jungen Leuten vertrauten und ihnen dennoch zur Seite standen, wenn sie Hilfe brauchten. Diese Erfahrung, die im Ehrenamt verbreitet sei, will er positiv mit ins Berufsleben nehmen, sagt der junge Mann.

Als er gerade zwölf Jahre alt war, fand er damals im Briefkasten die Einladung der Freiwilligen Feuerwehr (FFW) zu einer Info-Veranstaltung. Gemeinsam mit einem Freund ließ er sich von den Übungen und Autos faszinieren. Und hatte im wahrsten Sinn des Wortes Feuer gefangen, seinem Kindertraum gemäß. Sie traten in die Jugendwehr ein, absolvierten die Grundausbildung, mit 18 Jahren kamen sie zur aktiven Mannschaft. Bastian Selig durchlief die Ausbildung zum Atemschutzträger, Jugendwart und Gruppenführer, ist für den Nachwuchs auch heute noch als Jugendwart zuständig. 2011 wollte ihn Kommandant Willi Oed dann als zweiten Vorstand des Feuerwehrvereins in die Pflicht nehmen. Der bisherige zweite Vorstand stand nicht mehr zur Verfügung. Telefonisch zunächst bot er Bastian die Funktion an. Der erbat sich Bedenkzeit und studierte zuerst mal die auf ihn zukommenden Aufgaben des Vereins. Dazu gehören die Unterstützung der aktiven Mannschaft, des Vereinslebens durch Planung und Organisation von Veranstaltungen und die Öffentlichkeitsarbeit. Kommandant Willi Oed setzte offenbar Vertrauen in ihn sein Vertrauen. Bastian sagte zu.

Seit 2014 kommissarisch erster Vereinsvorstand, wurde der 1,98 Meter-Mann bei den Wahlen 2015 dann erneut bestätigt. Eine ideale Kombination, davon ist er überzeugt. Weil er als Aktiver genau die Anforderungen an die Ausrüstung kennt, die Kommandant Oed bei der Kommune als Träger der FFW beantragen muss. Sie verstehen sich als Team, bei Beschlüssen wie bei Wünschen, stellt der junge Vorstand fest und fühlt sich trotz seiner Jugend anerkannt. Denn er sei für Anregungen offen, vertrage Kritik und sei für alle da. Halte sich als Führungskraft auch gern zurück, wenn er von den „alten Hasen“ lernen kann.

Dieses Zuhören und dann gemeinsame Entscheidungen treffen, kooperieren ohne die Hierarchie in den Vordergrund zu stellen, das hat Bastian Selig auch beim Deutschen Roten Kreuz erfahren. Dort war ihm Thomas Heideloff, Leiter des Rettungsdienstes, ein Vorbild. Mit helfenden Ratschlägen begleitete er ihn, kam er nicht weiter. Denn eigentlich ließ sich Selig, „hauptberuflich“ Student der Medizintechnik, vom Roten Kreuz nebenbei erst zum Rettungssanitäter, dann zum Rettungsassistenten ausbilden. Er wollte den Menschen „fachmännisch“ helfen können bis der Notarzt kommt, so sein Anspruch. Und er wurde Ausbilder zur Ersten Hilfe und für den Sanitätsdienst. Derart gerüstet, engagierte er sich in seiner kargen Freizeit für Flüchtlinge in Erlangen. Assistierte den Ärzten, betreute psychologisch, war Ansprechpartner, auch Dolmetscher, trieb über den Suchdienst des Roten Kreuzes sogar vermisste Familienangehörige auf. Für dieses Engagement wurde er von der BRK-Führung besonders geehrt. Die Anerkennung, das ist es, was für ihn zähle, betont er.

Auch in seinem Beruf. Oktober 2015 hat er sein Studium abgeschlossen, mit dem Bachelor of Engineering. Sein Arbeitgeber ist eine Medizintechnik-Firma in Höchstadt. Dort fühlt sich Bastian Selig wohl. Er arbeitet in der Abteilung Forschung und Entwicklung, hat mit Endoskopie-Instrumenten zu tun und lobt das Betriebsklima. Dort, so wiß er „darf man zeigen, was man kann, was in einem steckt“. Bei Fragen stoße er stets auf „offene Ohren“. Ganz wie bei der Feuerwehr.

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Offenbar hat der junge Basti frühzeitig seine Interessen erkannt. Denn der damals Zwölfjährige ging nicht nur zur Feuerwehr, sondern wusste auch schon ganz genau, dass er „irgendwas mit Medizin“ machen wollte. Er hat es geschafft.

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