„Menschen beim Älterwerden begleiten“ – Ein Kurs in ökomenischer Zusammenarbeit für Männer und Frauen aus dem Seebachgrund


Die Ausbildung zu richtigem Umgang und zur Gesprächsführung hilft dem Besuchsdienst

Das Älterwerden ist zusehends Thema in unserer Gesellschaft. Die drei Pfarreien im Seebachgrund haben sich dem und seiner Problematik in ökumenischer Zusammenarbeit angenommen.  Besonders für die schon im Besuchsdienst Tätigen war die Ausbildung zur Gesprächsführung und zum richtigen Umgang mit den Besuchten eine große Hilfe. Seit Oktober besuchten 23 Interessierte den Kurs mit zehn Einheiten zu unterschiedlichsten Themen angeboten.  Zum Abschluss gab es für die Ehrenamtlichen Zertifikate.

Zwei Männer und 21 Frauen waren es, die sich regelmäßig zur Ausbildung getroffen haben. Meist im katholischen Pfarrzentrum, zuweilen auch an anderen Orten, aber stets in ökumenischer Zusammenarbeit der drei Pfarrgemeinden des Seebachgrunds mit den anderen Trägern. Für Konzept und Koordination war die Diözese Bamberg, Hauptabteilung Seelsorge zuständig. Kooperierende Partner waren die Katholische Erwachsenenbildung KEB im Landkreis ERH, die Caritas Erlangen und die Diakoniestation Weisendorf. Die Gesamtbegleitung leisteten Margarete Zink, Vorsitzende des katholischen Pfarrgemeinderats St. Josef und Elfriede Rüger von der Evangelischen Kirchengemeinde Weisendorf.
Der Kernansatz war: Manche älteren Menschen brauchen jemanden, der ihnen zuhört oder etwas vorliest. Der mit ihnen über Gott und die Welt spricht, mit ihnen spazieren geht. Andererseits gibt es Menschen, die in der Pfarrei gutes tun wollen; die Zeit haben, die gern mit Menschen zusammen sind, die Neues kennenlernen wollen. Entsprechend war die Motivation der Kursteilnehmer etwas unterschiedlich. Einige, bereits im Besuchsdienst aktiv, wollten weiteres Wissen und Sicherheit erwerben. Andere nahmen aus privaten Gründen teil. Schließlich spiegelten die Themen des Kurses doch auch Probleme manchen Alltags. Sie reichten vom Hausbesuch, bei dem es oft Hemmschwellen zu überwinden gilt, über den Umgang mit dementen Menschen bis hin zur grundsätzlichen Frage „Meine Grenzen – deine Grenzen“, wo muss man sich selbst zurücknehmen. Themen waren auch, wie man Sterbenden begegnet, wie man aus dem Glauben Hoffnung vermittelt. Bei einem Auswärtstermin in Höchstadt ging es um hilfreiche Informationen zur Lage, wenn bisher ambulant Gepflegte zur stationären Pflege und Betreuung wechseln müssen.

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Der richtigen Gesprächsführung mit denjenigen, um die sich die ehrenamtlichen Tätigen kümmern, widmete der Kurs sogar einen halben Praxistag. Das Thema des Kursendes Anfang März zielte dann auf das neu erworbene Wissen ab. „Vertraut den neuen Wegen“, hieß die Botschaft zum feierlichen Abschluss, die Rosalie Scherlein, Erzbischöfliches Ordinariat Bamberg, Helmut Hof, KEB und die Pfarrer Wilfried Lechner-Schmidt (ev.) und Lars Rebhan (kath.) allen Kursteilnehmern mit auf den Weg gaben, bevor man dann zum geselligen Teil überging und Bilanz zog. Sie war durchweg positiv. Man habe viel gelernt und werde diese „persönliche Bereicherung“ in die Pfarreien hinein tragen, waren sich die Teilnehmer einig.

Der Meinung war auch Hermann Proksch von Höchstadts Ehrenamtsbörse „Bürger helfen Bürgern“. Er, der Einzige aus dem Aischgrund, will die neuen Ideen und Erfahrungen aus dem Seebachgrund mit nach Hause nehmen und sie dort an die Helfer und andere Netzwerke weitergeben.

Kontakteadressen für jene, die den Besuchsdienst wünschen:

  • Pfarramt St. Josef, Weisendorf:    09135 – 13 72    und
    Margarete Zink:     09163 – 85 46
    Besuchsdienst in Altenheim, Krankenhaus und Zuhause
  • Pfarramt Hannberg-Großenseebach:    09135 – 81 55
    Besuchsdienst in Altenheim, Krankenhaus und Zuhause
  • Evangelisches Pfarramt Weisendorf:   09135  – 13 77
  • Bei Bedarf Nachfrage nur für Zuhause
  • Der Besuchsdienst wird momentan aufgerüstet
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