Tödlicher Unfall bei Arbeiten am Hochregal


Der letzte Arbeitstag in der Woche endete tragisch. Bei Arbeiten am Dach eines noch nicht fertiggestellten Hochregallagers geriet ein junger Mann in tödlichen Kontakt mit einer etliche Meter entfernten Starkstrom-Überlandleitung.

Am Freitagvormittag waren im Marktort kurzfristig Strom und Ampelanlage an der Ortsdurchfahrt ausgefallen. Grund war ein entsetzlicher Unfall bei Bauarbeiten im Gewerbegebiet, wo ein Arbeiter beim Kontakt mit einer westlich vorbeilaufenden Starkstrom-Überlandleitung ums Leben gekommen ist. Der 26-Jährige, angestellt bei einem Subunternehmer jener Hallenbaufirma, die auf dem Gelände einer Spedition mit Arbeiten am neuen Hochregallager beschäftigt war, hatte den Auftrag, im Sicherheitsbereich Netze unter dem Dach anzubringen. Dazu benutzte er eine Hubarbeitsbühne, die er bei seiner Arbeit selbst Fahren und steuern konnte. Mit ihr transportierte er auch für die Maßnahme benötigte lange Metallstangen.

Normalerweise, so war zu erfahren, arbeitet man beim Hallenbau dort mit einem Abstand von acht bis zehn Metern zur Starkstromtrasse. War es Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit? Bisher ist dies unklar. Der junge Mann senkte jedenfalls nicht – wie aus Sicherheitsgründen generell vorgeschrieben und auch von der Fremdfirma entsprechend unterwiesen – beim weit ausgreifenden Rückwärtsfahren die Arbeitsbühne. Und berührte deshalb mit einer Stange die Stromleitung. Der Strom sprang über. Der junge Mann stand sofort in Flammen.

Und konnte trotzdem weder vom Firmensicherheitsdienst noch von den alarmierten Rettungskräften aus der Region unmittelbare Hilfe bekommen. Hätten sie sich doch selbst in absolut tödliche Gefahr begeben. Denn zunächst musste der Strom abgeschaltet sein.

Erst als dies geschehen war, konnte man aktiv werden. Zum Einsatz gerufen worden waren die Feuerwehren aus Herzogenaurach, Heßdorf und Weisendorf, auch drei Rettungswagen standen bereit. Die Bergung des Verunglückten in der großen Höhe war nicht einfach und langwierig. Mit Hilfe einer Drehleiter der Herzogenaurcher Wehr gelang es den Feuerwehrleuten dann, ihn von seiner Hubarbeitsbühne zu holen. Nach der Erstversorgung durch Notarzt und Rettungsdienst flog ein bereitstehender Hubschrauber den Schwerstverletzten sofort zu einer Spezialklinik. Doch jede ärztliche Hilfe kam zu spät. Nach einigen Stunden erlag der 26-Jährige seinen schweren Verletzungen.

Die abschließenden Ermittlungen zum tragischen Arbeitsunfall laufen.

 

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Deutlich zu erkennen die Metallstäbe, die rechts aus dem Korb herausragen.

 

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Mit der Drehleiter rechts, wird der Schwerstverletzte geborgen.

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