Lückenschluss bleibt im Ortskern ein Thema


In der jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat vornehmlich mit dem Baugebiet „Wohnpark Schlosswiese“. Aber auch das „Am Kellerberg“ stand auf der Tagesordnung, genauso eine moderate Preiserhöhung für Annoncen im Amtsblatt und die Fortführung des kostenlosen Vereinspasses für Erstklässler. Bemerkenswert: Sämtliche Voten fielen stets einstimmig aus.

Der Juli 2014 für ein Jahr auf Probe eingeführte kostenlose Vereinspass für hiesige Erstklässler wird unbefristet verlängert. Von im letzten Jahr 64 Erstklässlern hatten sich 25 Kinder (39 Prozent) gemeldet. Ihnen stellte die Kommune einen Pass aus, mit dem sie über ein Schuljahr einem Verein ihrer Wahl kostenlos angehören durften. Ihre Wahl fiel ausschließlich auf die TSG Weisendorf und den ASV Weisendorf. Zügig fiel die Entscheidung zur Erhöhung der Annoncen-Preise im Anzeigenteil des Amtsblatts. Seit fast 20 Jahren waren sie konstant geblieben. Ab Juli 2015 steigen die Millimeterpreise nun von 0,38 auf 0,46 Euro (unter einer Viertelseite) und von 0,33 auf 0,40 Euro (über einer Viertelseite). Die Rabatte von 3 bis 20 Prozent für Inserate in verschiedenen Zeitabständen des Erscheinens bleiben wie bisher.

Länger dauerte es, bis sich die Räte durch die öffentlich ausgelegte und amtlich geprüfte Änderung des Bebauungsplans „Wohnpark Schlosswiese“ gearbeitet hatten. Es ging um ein Grundstück direkt an der Nord-Süd-Durchfahrt Erlanger Straße. Dort ist am bisherigen Standort des inzwischen leer stehenden Elektro-Fachgeschäfts ein größeres Wohnhaus geplant. Die Liste des Staatlichen Bauamt Nürnberg, Straßenbau, war dazu lang. Besonders hervorzuheben: Das Straßenbauamt trägt keinerlei Kosten, erlaubt keine direkte Zufahrt vom Grundstück zur Staatsstraße, fordert für die Ausfahrt ein langes Sichtfeld von 70 Metern. Etwaige Maßnahmen zum Schallschutz müsste die Kommune übernehmen. Wozu der externe Städteplaner Rosemann, Topos Team, meinte, dass nur Schallschutzfenster empfohlen werden.

Das Wasserwirtschaftsamt hatte wegen des Grundwassers Bedenken, empfahl bei hohem Wasserstand für den Keller wasserdichte Wannen. Und monierte, dass Angaben zur Entwässerung des Grundstücks fehlen. Eine eventuelle Einleitung des Niederschlagswassers in den benachbarten Langweihergraben müsse vorab geplant werden. Nach der gesetzlichen Vorschrift sei ein fünf Meter breiter „Gewässerrandstreifen“ einzuhalten. Dem widersprach Planer Rosemann; dies gelte nur für den Außenbereich und würde zudem wegen des Flächenverlusts für den Bauherrn eine starke Einschränkung der Nutzung bedeuten. Das in dem Gebiet übliche Mischwasser soll in den bestehenden Abwasserkanal RÜB 1 geleitet werden. Alle Änderungen werden in die dann rechtsgültige Satzung zum „Wohnpark Schlosswiese“ einfließen.

Auch das erste Änderungsverfahren zum Baugebiet „Am Kellerberg“ – westlich des „Nadrau“-Grundstücks an der Erlanger Straße – ist inzwischen abgeschlossen. Bevor dies amtlich bekannt gemacht werden kann, muss zuvor ein Erschließungsvertrag abgeschlossen werden. Dazu waren Verhandlungen der Kommune mit dem Eigentümer des Grundstücks, der bayernpress newsfoto GmbH und deren Geschäftsführer Udo Dreier nötig. Die Räte stimmten dem Vertrag nach kurzen Bedenken zu. Demnach wird die gesamte Erschließung des Baugebiets der Gesellschaft beratender Ingenieure (GBi) in Herzogenaurach übertragen. Der Ratsbeschluss vom April 2014, die Erschließungsplanung anderen Ingenieurgesellschaft aus der Region zu übertragen, wurde einstimmig aufgehoben.

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