Rotstift bei den Plänen für die Schlossgarten-Gestaltung – Bürger zeigen kaum Interesse


Schlossgarten_geänderter_Entwurf

Die Gesamtplanung für den Schlossgarten: Der Ost-West-Hauptweg ist jetzt vom Bachverlauf weg verlegt, die Parksegmente in einzelne Nutzungsbereiche getrennt.

Die Pläne für den Erlebnisraum Wasser: Hier wird der Bachlauf im Spiel- und Verweilbereich aufgeweitet.

Die Pläne für den Erlebnisraum Wasser: Hier wird der Bachlauf im Spiel- und Verweilbereich aufgeweitet.

Seit Jahrzehnten war der Schlossgarten zusehends verkommen, für die Bürger nicht mehr nutzbar. Mit dem Städtebau-Förderprogramm des Freistaats, in das der Marktort inzwischen aufgenommen ist, bot sich jetzt die Möglichkeit, diesen Zustand mit Fördermitteln zu ändern. Bald geht das Projekt in die öffentliche Ausschreibung. Die Bevölkerung hat bisher wenig Interesse gezeigt.

Bereits im April war die Planung vom zuständigen Topos team, Nürnberg in der Ratssitzung vorgestellt worden. Um auch die Bürger zu informieren, eventuelle Vorschläge oder Kritik zu erfahren, war am 21. Mai im Rathaus nachmittags eine spezielle Sprechstunde mit den verantwortlichen Planern und Erstem Bürgermeister Süß eingerichtet worden. „So gut wie keiner aus der Bevölkerung war da“, stellte Heinrich Süß enttäuscht fest. Denn die Handvoll gekommener Bürger bestand größtenteils aus Bürgervertretern wie beispielsweise Gerhard Freunscht, dem Behindertenbeauftragten. Obwohl im Ort immer wieder Kritik am Projekt zu hören ist. Viel zu teuer sei es, nutzlos. „Was machen die mit unseren Steuergeldern?“, so manche Äußerung. Offenbar in Unkenntnis, dass der Freistaat das Projekt mit 60 Prozent der Gesamtsumme fördert. Denn akzeptiert hat die Regierung von Mittelfranken das Planungskonzept bereits. Jetzt fehlt nur noch die erforderliche Mittelfreigabe aus Ansbach.

Allerdings wird sich entgegen der ersten Planung der Beginn der Umgestaltung mit teilweiser Rekonstruktion des Parks etwas verzögern. Grund: Die vorab abgefragten Kosten waren „utopisch“ hoch, wohl weil die Firmen im Sommer mit Aufträgen gut ausgelastet sind. Also gab es im Rathaus erneut ein Treffen zwischen Heinrich Süß und Gabriele Laudenberg vom Topos team, bei dem die Kostenrechnung dann etwas entlastet wurde. Im Wasserbereich wird es anstatt einer Bühne jetzt Sitzsteine geben. Auch die Einfassungen entlang der Wege mit Granit sind nun auf den Hauptweg in Ost-West-Richtung, den Hainbuchen-Laubengang und den Querweg zum Anger reduziert. Die restlichen Arbeiten, das Fällen einiger weniger Bäume, übernimmt der Bauhof selbst. Damit ist dann die generelle Planung des Parks realisiert. Bei der Ausstattung von Kinderspielplatz und Bewegungsparcours für Senioren wird zunächst „beschränkt“ bestückt und später dann weiter ergänzt, weil die Geräte „besonders viel Geld fressen“. Angestrebtes Ziel der jüngsten Planung war, möglichst im Kostenrahmen zu bleiben. Der ist mit 450.000 Euro nach Ansbach gemeldet. Die jetzige Kostensteigerung auf 470.000 Euro beträgt weniger als zehn Prozent.

Im Juli wird die Ausschreibung dem Gemeinderat zur Abstimmung vorgelegt, Mitte September könnten die Arbeiten beginnen. Vom Wetter wird dann der Abschluss der Umgestaltung abhängen. Zum nächsten Sommer ist der Park auf jeden Fall fertig umgestaltet, so das feste Versprechen aus dem Rathaus.

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