Rückblick der BWG: „Wir werden auch weiter gute Arbeit leisten“


Die Bürgerliche Wählergemeinschaft Weisendorf ehrte für 20 Jahre Mitgliedschaft Ortwin Fischer und Bernhard Wagner, flankiert vom 1. Vorsitzenden Thomas Rudel und 2. Vorsitzenden Günther Vogel (von links).

Die Bürgerliche Wählergemeinschaft Weisendorf ehrte für 20 Jahre Mitgliedschaft Ortwin Fischer und Bernhard Wagner, flankiert vom 1. Vorsitzenden Thomas Rudel und 2. Vorsitzenden Günther Vogel (von links).

Ein überwiegend zufriedener Rückblick der BWG auf die eigenen Leistungen im vergangenen Jahr und der Ausblick auf die politischen Akzente, die heuer gesetzt werden sollen; der Verlauf der Jahreshauptversammlung war zügig, prägnant und informativ. Auch, was den Sachstandsbericht zu Schlossgarten und Breitband betraf.

Drei Gemeinderäte hätten sie bei den Wahlen 2014 wieder in das Ratsgremium gebracht. Der erste Vorsitzende Thomas Rudel wertete dies als „Zeichen, dass wir bisher gute Arbeit geleistet haben und dies auch weiter im Gemeinderat tun werden“. Neben den politischen Akzenten, die dann von den jeweiligen Räten vorgetragen wurden, gehören auch heuer wieder kulturelle Termine: ein Kabarett-Abend mit Sven Bach ist bereits gelaufen, eine Lesung von Hannes Rossa, Schauspieler und Regisseur am Theater Erlangen folgt am 18. Oktober, für einen guten Zweck übrigens.

Über 2014 gestellte Anträge zu Gemeinderatssitzungen berichtete Walter Ferbar. Die nach BWG-Meinung dringend notwendige Aufstockung der wenigen Parkplätze beim Evangelischen Kindergarten fiel im Rathaus durch. Erfolgreich war man dagegen beim Antrag, Boxbrunn mit Hundetoiletten auszurüsten. Ob das am alten Standort Lindenstraße nicht mehr benötigte Buswartehäuschen abgebaut und in Boxbrunn wieder aufgebaut werden dürfe, dazu stehe noch die Antwort des Straßenbauamts aus. Günther Vogel griff Themen aus dem Bauausschuss und „seine Sorgen“ zur Ortsentwicklung auf. In der Gerbersleite seien alle kommunalen Bauplätze verkauft, Gewerbeflächen gäbe es ebenfalls keine mehr. Dass nun private Wohnbauflächen verdichtet und kleine Gewerbeflächen geschaffen würden, seien nur Einzelmaßnahmen. Schon in der letzten Legislaturperiode hatte die BWG „Weitsicht“ eingefordert und eine großflächige Überplanung zur städtebaulichen Entwicklung der Gesamtgemeinde. Deshalb müsse ein Flächennutzungsplan her. „Wir werden nachbohren“. Genau das hat die BWG schon zur Grenzfeststellung am nördlichen Ufer des Mühlweihers getan und eine Karte der Grenzsteine eingefordert. Denn man sollte schon wissen, was Privat- und was Gemeindeeigentum sei, „obwohl dies für Missstimmung sorgen wird.“

Kritik und Erstaunen der Anwesenden gab es zum Bericht über die Aktivitäten des neuen Freizeit- und Kulturamts. Von dort organisierte Theaterfahrten und Reisen für Kinder, Jugendliche, Frauen stehen bisher nur im Internet, anstatt im für alle zugänglichen Amtsblatt. Dass dabei der „Aufwand enorm und zu teuer“ sei, dieser Vorwurf wurde schnell laut. Denn als Transportmittel würde der Gemeindebus genutzt, was die Zahl der Teilnehmer auf maximal 7 beschränke. Andere, wie Vereine, würden mit einem vollen Bus fahren und sich in dieser Hinsicht eine Unterstützung vom Amt wünschen.

Karoline Schmidt widmete sich dann per Powerpoint-Präsentation detailliert der Planung zum Schlossgarten im Rahmen der Städtebauförderung. Auch der Breitbandausbau in den Ortsteilen und dem Kernort kam zur Sprache (lesen Sie hier den aktuellen Stand dazu nach). Neu hingegen war, was die Gemeinderätin aufgrund ihrer seit Jahren bestehenden Kontakte zum Mitbewerber M-net ergänzte. Mit der Erklärung der Telekom nämlich, sie versorge den Kernort plus Ortsteile auf „eigenwirtschaftlicher“ Basis – allerdings hat sie dafür drei Jahre Zeit! – ist der Marktort aus dem staatlichen Förderprogramm gefallen. Lediglich die restlichen Ortsteile Rezelsdorf, Sauerheim, Sintmann, Buch, Nankendorf, Reuth, Kairlindach und Neuenbürg können im Rahmen der Breitbandförderung ausgeschrieben werden. Bekanntlich hat sich nur der Anbieter Inexio beworben. Warum nicht M-net? Karoline Schmidt erfuhr vom dort Verantwortlichen, der Tiefbauer hätte sich geweigert, für M-net zu arbeiten, solange die Telekom-freundliche Beratungsfirma Corwese die Ausschreibung leitet. Grund? „Weil die immer etwas gegen andere Anbieter finden“.

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