Bauausschuss gibt für geplantes Haus in Wiesenstrasse noch kein grünes Licht


Wsdf: In der Wiesenstraße - eine schmale, tieferliegende Wohnstraße parallel zur Vorstadtstraße - soll am Wendehammer ein großes Mehrfamilienhaus  entstehen.

Wsdf: In der Wiesenstraße – eine schmale, tieferliegende Wohnstraße parallel zur Vorstadtstraße – soll am Wendehammer ein großes Mehrfamilienhaus entstehen.

Gewöhnlich sind die Mitglieder des Bauausschusses großzügig und genehmigen so manche Überschreitung der Baugrenzen, des Kniestocks, der Dachneigung. In der letzten Sitzung sind sie aber dann doch auf die Bremse getreten.

Ein Vorbescheid war zum Neubau eines Mehrfamilienhauses am Ende der Wiesenstraße, einer Sackstraße, beantragt. Dort plant die Leben+Raum Projektentwicklung den Bau von insgesamt fünf Wohnungen: drei im Erd- und zwei im Obergeschoss mit insgesamt sieben Stellplätzen. Der große Baukörper mit offenen Stellplätzen im Keller des Hanghauses soll das Baufenster (15×12 Meter) um zweieinhalb Meter überschreiten. Zudem ist es nach Westen verschoben. Die Räte kritisierten einhellig die Gebäudegröße, die sich nicht der umgebenden Einzelhausbebauung in dieser Straße anpassen würde. Da die Angaben zur Größe der Wohnungen fehlten – vielleicht noch weitere Stellplätze nötig würden – wollte der Ausschuss die Planung nicht aus der Hand geben. Denn weitere Probleme sah man auch durch die dann steigende Zahl der Anwohner-Pkws in der sehr schmalen Wiesenstraße. Also lehnte man die Überschreitung der Baugrenzen ab und verwies zusätzlich auf die neu erlassene Stellplatzsatzung, die für Wohnungen ab 60 Quadratmetern zwei Stellplätze plus zehn Prozent für Besucher festlegt.

Erhebliche Verärgerung löste der vorgelegte Änderungsantrag der Bioenegie Weisendorf aus, der sich auf die bereits vollzogene Erhöhung der Leistung durch ein weiteres Blockheizkraftwerk und die ebenfalls schon praktizierte Erweiterung der täglichen Anlieferung von 31 auf 67 Tonnen bezog. Eine größere Fläche für die Endlagerung war dadurch notwendig geworden. Zu diesem Bauantrag, für den das Landratsamt noch nicht das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren abgeschlossen hat, sollte nun die Gemeinde Stellung nehmen und sich zur gegenwärtigen und in absehbarer Zeit beabsichtigten baulichen Nutzung äußern. In der Sache war man sich absolut einig: Mit Art und Verlauf des Verfahrens war man keineswegs einverstanden. Der eine hatte „Bauchgrimmen“, der andere verwies auf „mangelnde Transparenz“ oder auf einen „nicht idealen Weg. Man baut, erweitert und beantragt dann die Genehmigung“. Dennoch. Die Mehrheit im Ausschuss stimmte für den vorgelegten Bauantrag. „Wir geben unser Einverständnis zu etwas, was schon da ist. Das Landratsamt wird entscheiden“, fasste Oliver Brehm die Situation zusammen. Angelika Tritthart, Stefan Groß und Norbert Maier folgten dem nicht. Sie votierten gegen den mehrheitlichen Beschluss.

Ohne Diskussion winkten dagegen die Ausschussmitglieder den bereits genehmigten und nun reduzierten Neubau eines Einfamilienhauses in der Erlanger Straße 5a durch, genauso den Umbau eines Wohnhauses, Sudetenstraße 2, den Teilabriss einer Scheune und Teilumbau zu einem Wohnhaus, Kairlindach, Am Kirchweiher 1 und der Erweiterung einer Doppelhaushälfte, Erlanger Straße 16a. Auch der Nutzungsänderung in der Siedlerstraße 48, wo im Keller eine Praxis für Naturheilkunde einziehen will. Und dann gab es noch eine Zusage der Marktgemeinde über einen Zuschuss aus dem kommunalen Förderprogramm zur Instandsetzung von Gebäuden und Freiflächen Sanierungsgebiet „Ortsmitte“. Das Stadtplanungsbüro Topos team hatte für die Gestaltung des gemeinsamen Zufahrtsbereichs Mönchweg 4 und 4a eine Förderung von knapp 8000 Euro errechnet.

Bereits vor der Sitzung hatte es einen Ortstermin in der Gerbersleite, Geisgrün 5 gegeben, wo der Bauherr umgeplant hatte. Das abschüssige Gelände wird nur noch um etwa Dreiviertelmeter aufgefüllt, der Standort der Luft-Wasser-Wärmepumpe nach Osten verschoben. Dem stimmten die Räte nun zu. Vor Ort schon besprochen worden war die „Entschärfung“ des Radwegs an der Einmündung der Reinersdorfer Straße in die Staatsstraße nahe dem Buswartehäuschen. Dort ist ein Anlieger bereit, den benötigen Grund abzutreten.

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