Kennt ihr den Osterhasen, Kinder? – Märchenerzählerin Barabara Maikranz entführte in die Welt der Fabeln und Feen


Kinder als Adressaten ihrer Erzählungen gab es in der gemütlichen Wirtsstube in Kästel nur wenige. Dafür umso mehr Erwachsene, die sich von Barbara Maikranz gern in die Welt der Fabeln entführen ließen. Auch ihnen aus Kindheitstagen bisher unbekannte Märchen zu Frühling und Osterzeit gehörten dazu.

Barbara Maikranz erzählte am Ostermontag in Kästel hintersinnige, "fabel"hafte und vergnügliche Märchen zur Osterzeit

Barbara Maikranz erzählte am Ostermontag in Kästel hintersinnige, „fabel“hafte und vergnügliche Märchen zur Osterzeit

„Jeden Tag geht die gelbe Sonne am blauen Himmel auf, der in der Ferne an eine grüne Wiese stößt. Dort wohnt ein Prinz, dort gibt es rotes Feuer. Und dort sitzt man ganz ruhig. Auch ihr werdet ruhig. Ich kann gut erzählen.“ Mit diesem Versprechen und zum Quadrat geknoteten Tüchern in den genannten Farben schaffte die Erzählerin für Groß und Klein das symbolische Eingangstor in die zauberhafte Welt ihres Märchenlands, wo es Feen gibt und Tiere sprechen können. Mit sonorer und dabei eindringlich sanfter Stimme erzählte sie hintersinnig Geschichten. So wenn die sprechenden Tiere und ihr Verhalten das menschliche Handeln lenkten. Oder auch pfiffig und vergnüglich, als die bald gebannt Zuhörerenden aus den fabelhaften Erzählungen erfuhren, wie die im Frühling beliebten Weidenkätzchen entstanden, welche Fee und Prinzessin die Narzissen wachsen ließen, weshalb die Schlüsselblumen heutzutage keine verborgenen Schätze mehr „aufschließen“ können. Und natürlich, warum gerade der Hase die Ostereier bringt. Denn beim Rat der Tiere waren damals Schnecke, Hund, Huhn, Schwein, Krähe, Katze und Taube bis auf den Hasen ausgeschieden.

Fast alle ließen sich auf diese märchenhaften Deutungen ein, Alte wie Junge. Bis auf den acht-jährigen Dean, der heftig protestierte. „Es gibt keinen Osterhasen“. Eva (7) dagegen war vom Osterhasen überzeugt. Hatte er ihr doch Eier gebracht. Und schließlich war sie beim vorangegangenen Märchen aufmerksam, hatte der Erzählerin beim Aufzählen der ausgeschiedenen Tiere geholfen.

Mit solchen verzaubernden Märchen war Barbara Maikranz schon in ihrer Kindheit aufgewachsen. Früh keimte der dringliche Wunsch, diese Kunst zu lernen. Ein Schlüsselerlebnis ließ sie dann die Ausbildung zur Märchenerzählerin aufnehmen. Heuer feiert sie das fünf-jährige Jubiläum ihres Hobbys. Die Märchen gehen ihr dennoch nicht aus. „Die Märchen finden mich“, ist sie überzeugt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: