Gewerbe weiter auf Expansionskurs – Bauausschuss beschloss zu Erweiterungsanträgen im Kernort und Ortsteilen


In seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Bau- und Umweltausschuss nahezu ausschließlich mit Erweiterungsplänen gewerblicher und landwirtschaftlicher Betriebe zu beschäftigten. Nur im nicht öffentlichen Teil der Sitzung ging es um Grunderwerb. Und zwar für den Geh- und Radweg nach Reuth, den zu bauen die Gemeinde schon in der letzten Legislaturperiode versprochen hatte.

In Oberlindach soll auf dem Anwesen Ringstraße 3 bisheriger Wohnraum zu Schulungszwecken umgenutzt werden. Der Ausschuss stimmte dem dazu eingereichten Bauantrag zu. Und zwar auf Basis eines dem Antrag beigefügten Schreibens des Bauherrn, in dem er versichert, dass in den in Erdgeschoss und Obergeschoss jeweils zwei geplanten Schulungsräumen die Teilnehmerzahl auf 21 begrenzt werde, dazu die Teilnehmer ausschließlich Gäste des angrenzenden Hotels sein würden. Zusätzlich legte er eine Berechnung vor, wonach für diese Umnutzung vier Stellplätze nachzuweisen wären. Der Ausschuss einigte sich darauf, dass es Aufgabe der Baugenehmigungsbehörde im Landratsamt sei, die vom Bauherrn geschilderte Stellplatzsituation zu überprüfen. Weiter wünschte man sich in der Baugenehmigung einen Hinweis darauf, dass die Schulungsräume nur von Hotelgästen genutzt werden dürfen.

Fast einstimmige Zustimmung fand auch der Bauantrag zum Neubau eines Löschwasserhochbehälters mit Technikraum im Gewerbegebiet Ost 8-10. Wie schon vor längerer Zeit berichtet, realisiert die Spedition Peetz inzwischen den Kundenwunsch nach Hochregal-Hallen. Die aber müssen aus Sicherheitsgründen entsprechend mit Sprinkler-Anlagen ausgestattet sein. Entsprechend waren geringfügige Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu genehmigen. So beispielsweise die Dachneigung von sechs Grad anstatt eines Flachdachs bis fünf Grad.

Dem Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Bergehalle in der Gemarkung Sauerheim, Nähe Mitteldorf hatte der Ausschuss bereits im Dezember zugestimmt, vorausgesetzt es gäbe eine landwirtschaftliche Privilegierung. Die liegt inzwischen vor. Und so folgte man jetzt auch einstimmig dem Vorschlag des Landratsamts, die Ausrichtung der Halle zu drehen.

Großzügig entschied man auch beim Bauantrag, in Nankendorf zum Anwesen Am Gilgenberg 4 gehörig, eine Wiese komplett aufzufüllen und zwei Weiher teils zu verfüllen. Nach dem gültigen Flächennutzungsplan sind die Bereiche zwar als Kulturlandschaft beschrieben, die in ihrer Eigenart und Funktion zu erhalten seien. Dennoch meinte der Ausschuss, dass die Schutzfläche trotz Geländeauffüllung weiter Bestand habe. Allerdings bat man das Landratsamt dafür zu sorgen, dass die Bauausführung zügig ausgeführt werde – und zwar innerhalb von eineinhalb Jahren.

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