Höchstadter Straße bekommt ein anderes Gesicht – Abriss alten Baubestands an der Ortsdurchfahrt schafft Platz für neues Wohngebäude


Seit einigen Jahren läuft im Marktort die staatlich geförderte Ortskernsanierung. Zu ihrem Geltungsbereich gehört auch die Nord-Süd-Ortsdurchfahrt, deren Optik zu verbessern städtebauliches Ziel des zuständigen Planungsbüros Topos team ist. Zum kritikwürdigen Baubestand gehört der Leerstand eines Elektrobetriebs, der inzwischen ein Haus weiter gezogen ist. In der jüngsten Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig, die Vereinfachte Änderung des Bebauungsplans für dieses Grundstück im „Wohnpark Schlosswiese“ auf den Weg zu bringen.

Der Geltungsbereich des 2002 aufgestellten Bebauungsplans reicht im Osten vom Mönchweg bis an die Höchstadter Straße und ist als Mischgebiet (MI) festgesetzt. Da aber die Grundstückseigentümer beabsichtigen, das vorhandene alte Wohnhaus und die ehemals gewerblich genutzten Anbauten abzubrechen und durch ein neues Mehrfamilienhaus zu ersetzen, würden keine Flächen mehr für gewerbliche Nutzung bleiben, was nach den Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplans jedoch unzulässig wäre. Um die festgestellten städtebaulichen Mängel beseitigen zu können und gleichzeitig den Bauwerbern zum neuen Bauvorhaben Rechts- und Planungssicherheit zu schaffen, sollte dieser Teilbereich des „Wohnparks Schlosswiese“ als Allgemeines Wohngebiet (WA) definiert werden, schlug Planer Rosemann vor.

Dabei soll das neue Gebäude mit „möglicherweise sechs Wohneinheiten“ auf einer Grundfläche von 18 x 12,5 Metern entstehen, also auf den alten Grenzen der Bebauung. Bei einer Festsetzung der Geschosshöhe von II + D ist die Firsthöhe auf maximal 12,5 Meter festgesetzt, das zur Höchstadter Straße hin traufständige Dach auf 40 – 47 Grad Neigung. Für Stellplätze, Carports und Garagen steht genügend Fläche zur Verfügung, auch im Bereich des Mischwasserkanals, der bisher überbaut war. Bereits im Voraus hatte Planer Rosemann schalltechnische Untersuchungen in Auftrag gegeben. Schützenswerte Räume sollen demnach nicht zur Höchstadter Straße gewandt sein. Generell empfiehlt er, sich bei der Planung an die Immissionsschutz-Richtlinien zu halten. Und natürlich an die Gestaltungsrichtlinien zur Ortskern-Sanierung.

Trotz leiser Kritik zur beabsichtigten Grenzbebauung und zum eventuell optischen Gewicht, das dieses Gebäude bekäme, stimmten alle Räte für die Schritte Aufstellungsbeschluss, Genehmigung des Vorentwurfs und Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange am Verfahren. Auch, dass die Öffentlichkeit beteiligt wird und dazu die Planungsunterlagen im Rathaus ausgelegt werden. Den aus städtebaulicher Sicht berechtigten Einwand, dass in der neuen Hausnummer 5 Gewerbenutzung im Erdgeschoss fehle, beantwortete Rosemann so: „Gewerbenutzung wäre schön. Aber wenn ich mich im Ortskern mit den Leerständen umsehe, wo sollen die Mieter herkommen?“.

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