Wirtshausbescherung: ein einmaliger Abend mit Aventsliedla, Versla und Gschichtn und viel Geselligkeit


Die Resonanz der Gäste war groß. Die Begeisterung noch viel mehr. Erlebten sie alle einen adventlichen Abend, der sie besinnlich empfing und fränkisch-frech nach vergnüglich-geselligen Stunden entließ. Aufgrund des Erfolgs denken die Gastgeber, der Förderverein für das MehrGenerationenHaus und der Arbeitskreis für Geschichte und Brauchtumspflege, bereits über eine Fortsetzung nach.

Bis auf den letzten Platz besetzt waren die Bürgerstuben. Vermutlich auch mit solchen Gästen, die schon lange nicht mehr im Wirtshaus waren. Aber noch die Atmosphäre alter Wirtshäuser erlebt hatten, wo man gemeinsam „a Liedla“ sang, „Gschichtn“ hörte, sich mit Bekannten wie Fremden zur Geselligkeit traf, miteinander „ratschte“ und nebenbei ein Glas trank. Genau solch eine Stimmung zauberten am Samstagabend die Veranstalter mit ihrem Programm in das frühere Lokal.

Zur besonderen adventlichen Stimmung gehörten auf den Tischen Plätzchen und allerlei Süßes, dazu bunte Lichter. Und natürlich musikalische Begleitung, zu der Reinhold Burkart (Akkordeon) auch Berry Burger (Gitarre) und Bernd und Brigitte Hamatschek (Geige und Flöte) mitgebracht hatte. Mal instrumental, mal   als gemeinsam begeistert gesungenes Lied, erklangen alte, auch temperam- und Weihnachtslieder. Ihnen zwischengeschaltet waren Gedichte und manche, aus der Kindheit bekannte Geschichten. Sie trugen Barbara Neubauer und Karoline Schmid, Lothar Lehmann, Norbert Fischer, Karl Schuster und Reinhold Burkart vor. Der stellte auch die Doppeldeutigkeit des Begriffs „Bescherung“ heraus. Im Advent verstecke sich dahinter etwas Positives, nämlich Geschenke aller Art. Ansonsten aber könne der Einsatz des Wortes „Bescherung“ auch negativ sein. Zum Beispiel dann, wenn Geschirr zu Boden fällt. „Des is a scheene Bescherung“, ärgert sich dann der Franke mit besonderer Betonung des „scheene“.

Der Dialekt, mit dem sich die Volksseele oft viel genauer ausdrücken lässt, er stand an diesem Abend im Vordergrund. Zunächst im besinnlich ersten Teil, dann im zweiten mit der Dialekt-Tour, bei der zwischen den Liedern niederbayerische, mittelfränkische, siebenbürgisch-sächsische und oberfränkische Texte die Gäste amüsierten. Zuweilen allerdings war dazu auch eine Übersetzung notwendig. Der dritte Teil befeuerte dann die gute und gelöste Stimmung mit Fränkisch-Frechem. So war es auch nicht verwunderlich, dass mancher noch lange im Gespräch sitzen blieb und den Abend genoss.

Die erfolgreiche und kostenlose Veranstaltung, von ausschließlich Ehrenamtlichen mit viel Engagement vorbereitet, hat einen erfreulichen Spendenerlös für den Förderverein des MGH erbracht, der den Abend über den Getränkeservice übernommen hatte. Nicht deswegen, sondern aus Freude an der Vorbereitungsarbeit und der erlebten Resonanz des Publikums denken die Initiatoren Karoline Schmidt und Reinhold Burkart bereits über eine Fortsetzung der „Wirtshausbescherung“ nach.

Wirtshausbescherung

Bis auf den letzten Platz besetzt waren die Bürgerstuben in der Mehrzweckhalle, wo man sich erstmals zur reichen Bescherung mit alten fränkischen Adventsliedern und Geschichten traf.

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