„Es muss dringend was passieren, bevor was passiert“ – Forderungen nach dem Gehweg nördlich der Erlanger Straße werden immer drängender


Seit vielen Jahren geht die Diskussion um die Fortführung des Gehwegs auf der Nordseite der Erlanger Straße, die inzwischen nicht nur zur vielbefahrenen Ortsdurchgangsstraße geworden, sondern auch durch innerörtlichen Verkehr zu den Einkaufsmärkten und Einrichtungen im Gewerbegebiet stark belastet ist. In der letzten Jahressitzung des Gemeinderats wurden erneut Forderungen nach dem Gehweg laut.

Erlanger Straße

Bei solch kompakten Gegenverkehr ist für Fahrradfahrer kein Platz mehr auf der Fahrbahn und erst recht nicht für Fußgänger auf der nördlichen Straßenseite.

Bekanntlich endet der Gehweg auf der Nordseite seit jeher nach der Kfz-Werkstatt Meister. Ab dort müssen die weiter östlich wohnenden Anlieger entweder auf der Fahrbahn laufen oder die vielbefahrene Straße überqueren, um zum gegenüber liegenden, recht schmalen Gehweg zu gelangen. Zuweilen wird der auch von Radfahrern genutzt, selbst wenn dies eigentlich nur Kindern erlaubt ist. Christiane Kolbet (Grüne), nach ihrer Aussage auf der Erlanger Straße selbst fast täglich mit dem Fahrrad unterwegs, zeigte dafür Verständnis. Es sei absolut kein gutes Gefühl, auf der Fahrbahn im Rücken einen großen Lastzug zu haben und sich zu fragen, ob der einen auch sehe. „Es muss dringend was passieren, bevor was passiert“, so ihr energischer Appell an die Verwaltung, bei dem sie Bürgermeister Heinrich Süß in die Pflicht nahm. „Herr Süß, ich habe Sie jetzt sechs Monate kennengelernt. Sie packen die Dinge an!“

Angestoßen hatte das Thema Karoline Schmidt (BWG), die die Verlängerung des nördlichen Gehwegs bis hinaus zum Gewerbegebiet verlangte. Schließlich endet auch der südliche Weg auf Höhe des NORMA-Parkplatzes und zwingt den Fußgänger dann, über den Parkplatz zu laufen. Schmidt sparte auch nicht mit Kritik an der bisher so zögerlichen Verwaltung, den aus Sicherheitsgründen dringend benötigten Gehweg zu realisieren. „Die ablehnende Haltung einiger Anwohner ist offenbar wichtiger“. So ihre Vermutung, die später von Karl-Heinz Hertlein (CSU) energisch zurückgewiesen wurde. „Wir planen den Gehweg nicht nach den Wünschen einzelner Anlieger“.

Zur Erinnerung. 2013 ließ das Staatliche Bauamt Nürnberg im Zuge des Neubaus der Nord-Süd-Durchfahrt auch die Decke der Erlanger Straße sanieren. Parallel dazu sollte der nördliche Gehweg gebaut werden, der allerdings auf Kosten der Gemeinde. Umgesetzt wurde der Beschluss nicht. Die Planung habe zu lang gedauert, war damals auf Nachfrage aus dem Rathaus noch in der letzten Legislaturperiode zu hören.

Jetzt meinte Bürgermeister Süß zur Forderung von Karoline Schmidt, den Gehweg 2016 zu realisieren: „Er ist nicht vergessen“.

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