Im Markt Weisendorf läuft es offenbar rund – Bürgerversammlung mit knapp 40 Bürgern, wenig Kritik und nur einigen Fragen


Der Rechenschaftsbericht des ersten Bürgermeisters Heinrich Süß über das zu Ende gehende Jahr geriet detailliert und dennoch straff. Der Kritik einiger Bürger zu Gefahrenstellen im Verkehr will man im Rathaus nachgehen, die vorab schriftlich gestellten Fragen waren noch nicht zu beantworten. Nach einer Stunde war die Bürgerversammlung vorbei.

Bürgerversammlung

links Verwaltungsleiter Gerhard Meyer, rechts erster Bürgermeister Heinrich Süß (Bild: Richard Sänger)

Vorab schon hatte Bernd Weber aus Kairlindach nach dem Sachstand zur geplanten Erweiterung der Biogasanlage und zur Ausweisung eines Baugebiets in seinem Ortsteil gefragt. Allerdings in der Versammlung keine Antwort bekommen können, weil das Genehmigungsverfahren zur Biogasanlage noch in Bearbeitung ist. Ähnliches gilt für das Kairlindacher Wohnbaugebiet, denn das Gespräch mit den Grundstücksbesitzern findet erst im Dezember statt. Anders sieht es bei Gefahrenstellen im Verkehr aus. Konrad Gumbmann aus Buch beklagte die Engstelle des Fahrradwegs nah der Auracher Bergstraße, besonders bei schnellem Gegenverkehr. Fritz Lorz verwies erneut auf die gefährliche Einfahrt aus Reinersdorf in die Staatsstraße, besonders wenn geparkte Autos die Sicht behindern. Schon im September hatte das Landratsamt für den Radweg die Änderung der Vorfahrt zugunsten des Verkehrs aus der Reinersdorfer Straße verfügt. Dennoch will der Bürgermeister sich die kritischen Stellen ansehen. Für die Fragen der BI-Sprecher aus Rezelsdorf zum neuesten Stand der Windradplanung galt dies nicht. Dort seien die Landratsämter NEA und ERH zuständig.

Er dagegen für den Breitbandausbau, zu dem er just am Breitbandsymposium in Herzogenaurach teilgenommen hatte. Für den Gesamtort strebt Süß ein erweiterungsfähiges Glasfasernetz mit variabler Versorgung an, schrittweise aufgebaut, besonders leistungsfähig im Gewerbegebiet, in der Ausschreibung die jeweiligen Ansprüche betreffend klar definiert. Zurzeit verhandelt man mit Oberreichenbach und Aurachtal über die Kooperation, um mehr Fördergelder abgreifen zu können. Die Erweiterung des bisherigen Gewerbegebiets war ebenfalls Thema. Jetzt liegt die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung vor. Der Gemeinderat muss nun entscheiden, welcher Bereich zunächst erschlossen wird. Der im Norden oder Osten des bisherigen Gewerbegebiets – oder der südöstlich der Staatsstraße.

Weitere Themen: Erstmals hat der AK Sportstättenentwicklung mit einer Fachfirma getagt. Nun gilt es zu prüfen, ob ein Anbau an die Mehrzweckhalle zu realisieren ist. Oder ob ein anderer Standort gefunden werden muss. Die Kinderbetreuung in den Sommerferien wird zusehends mehr nachgefragt. Die Gemeindejugendpflege mutiert bald zum Amt für Freizeit & Kultur, zuständig auch für das Mehrgenerationenhaus, in jetzt kommunaler Hand. Miriam Flock und Gudrun Reiß werden sich dann um vier Fachbereiche kümmern, zu denen Kinder genauso gehören wie Senioren Familien, Kultur.

Und – der Marktort wuchs 2014 um 98 Bürger und hat mit den Ortsteilen 6’687 Einwohner.

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ein Kommentar

  1. Der Breitbandausbau! Ich bin zutiefst enttäuscht. Da interessiert sich offenbar kein Mensch z. B. für das Angebot aus Petersaurach. Der Bürgermeister von dort ist gerne bereit, sein Projekt vorzustellen und zu helfen. Hier gibt es für alle Bürger des Marktes Weisendorf 100 Mbit und mehr. Lieber wieder massig Steuergelder verbrennen und große Telefonanbieter subventionieren. Das Gewerbegebiet, bzw. dann der Weisendorfer „Osten“ bekommt eine tolle Telefonleitung und der Rest des Marktgebietes kann sich mit den bis zu 16 Mbit begnügen, darf aber die Rechnung mit bezahlen. Sind die Bürger in Weisendorf „West“ und in den Dörfern wohl Bürger 2. Klasse? Aber Hauptsache irgendwelche „Zuschüsse“ aus dem Steuertopf, die gleich in viel Bürokratie und die Kassen von „Gutachtern“ und großen Telefonkonzernen gespült werden. Das „Breitbandkonzept“ der CSU ist kompletter Müll, dafür richtig teuer.
    Fraglich ist für mich auch das „artenschutzrechtliche“ Gutachten für das Gewerbegebiet. Da nimmt man es offenbar besonders wichtig. Klar, neben ein Gewerbegebiet könnte ja durchaus auch ein hochsensibles Naturschutzgebiet kommen. Ganz im Gegensatz zum bestehenden Wald um Rezelsdorf. Der darf gerne mit ein paar Windmonstern zubetoniert werden. Ist ja auch nicht so wichtig, weil der Wald wird ja dann „umverlegt“ nach irgendwo.

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