Das Ensemble „Zur Schwane“ soll in altem Glanz erstrahlen


Das denkmalgeschützte barocke Gebäude "Zur Schwane", um 1760 erbaut. Der seitliche Anbau, ursprünglich war dort der "Abtritt", also die Freilufttoilette, wird abgerissen, das Gebäude damit "rückgebaut". Die Scheune dahinter wird künftig als Wohnraum und Versorgungsbereich genutzt. Auf dem Vorplatz entsteht eine Grünfläche.

Das denkmalgeschützte barocke Gebäude „Zur Schwane“, um 1760 erbaut. Der seitliche Anbau, ursprünglich war dort der „Abtritt“, also die Freilufttoilette, wird abgerissen, das Gebäude damit „rückgebaut“. Die Scheune dahinter wird künftig als Wohnraum und Versorgungsbereich genutzt. Auf dem Vorplatz entsteht eine Grünfläche.

Das denkmalgeschützte Ensemble an der Nordkreuzung soll nach gründlicher Sanierung und Restaurierung sowohl Büro- wie Wohnzwecken dienen. Die ersten Schritte dazu sind gemacht. Vertreter von Denkmalschutz, Kommune, Planer und Investor trafen sich zum Ortstermin.

Vom Architekturbüro a2-Architekten weiß man, dass es mit Hingabe und Elan denkmalgeschützte Objekte saniert. Jetzt hat man sich unter der Führung von Winfried Rudel den Komplex „Zur Schwane“ vorgenommen. Im barocken Bau des Gasthauses, erbaut um 1760, sollen im Erdgeschoss Büroräume entstehen, in den ersten Stock werden die Architekten selbst ihr Büro verlegen. Die dahinterstehende jüngere Scheune (um 1900), die zum landwirtschaftlichen Betrieb der „Schwane“ gehörte, soll künftig zwei Wohneinheiten aufnehmen, dazu Technik und Hackschnitzel-Heizanlage für die gesamte Wohnbebauung, die in der Tiefe des Grundstücks via Westen entstehen soll. Acht weitere Eigentumswohnungen sind dort geplant, verteilt auf zwei Baukörper und verbunden durch ein gemeinsames Treppenhaus samt Aufzug. Für die problemlose Zufahrt wird das kleine Häuschen in der Vorstadtstraße gleich neben der „Schwane“ abgerissen. Seine Bausubstanz ist zu marode als dass es erhalten werden müsste. Für die Wohnungen, so Winfried Rudel beim Gang durch das Gebäude, gibt es schon zahlreiche Interessenten. Bisher hat der Architekt die Option auf das Gesamtgrundstück.

Am Donnerstag luden nun die a2-Architekten zur Begehung, gemeinsam mit den zuständigen Denkmalschützern Thomas Wenderoth, München und Udo Fröhlich, Erlangen, mit Stadtplaner Thomas Rosemann, Bürgermeister Heinrich Süß und Engelbert Söhnlein vom hiesigen Bauamt. Nachher gab es vom Denkmalschutzamt grünes Licht für einige Eingriffe vorab. Den Rückbau von nicht historischen Teilen nämlich wie neuzeitliche Gipskartonplatten an Wand und Decken in einigen bis vor kurzem noch bewohnten Räumen. Oder die später im Tanzsaal eingezogene Trennwand. Erst dann können die Voruntersuchungen von einem Restaurator begonnen werden. Drei Angebote gilt es dazu einzuholen, von denen der Denkmalschutz das kostengünstigste fördern wird. Zumindest ein Vierteljahr wird seine Arbeit dauern. Denn alles, jede Schräge, jedes schiefe Fenster, die Höhe wird originalgetreu erfasst, um daraus ein verformungsgerechtes Aufmaß zu erstellen. In jedem Raum werden die Decken und Wände schichtweise akribisch untersucht, dokumentiert, zeitlich zugeordnet, was und welcher Eingriff wann stattgefunden hat, erklärte Architekt Rudel gegenüber unserer Zeitung. Daraus entsteht dann  der Schadensbericht, ihm folgt ein Sanierungskonzept unter dem Aspekt des Denkmalschutzes. Das Architekturbüro begleitet die Arbeiten koordinierend, beschreibt jeden Raum und ist für die Erstellung des Kostenplans zuständig. Erst dann können die Anträge auf Zuschüsse gestellt werden – an die Gemeinde, den Bezirk und Landkreis, das Denkmalschutzamt Bayern.

Vorab gibt es noch viel zu tun. Weiter verbliebenes Inventar muss gesichtet werden, um es dann noch in diesem Jahr bei einem Flohmarkt anbieten zu können. Auch einen monatlichen „Tag der Offenen Tür“ will Winfried Rudel zur Information interessierter Bürger  einführen. Demnächst werde ich den Zustand der einzelnen Räume vorstellen.

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