Vielfältige Arbeit für die Verwaltung – Im Rathaus sind bis und nach der Jahreswende noch viele Aufgaben zu bewältigen


Die Satzung zum Bestattungswesen der Kommune wird geändert, das Thema Windrad in Rezelsdorf liegt weiter auf dem Tisch. Die Kommune will mit anderen Gemeinden, Fördergelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung abgreifen, am Sauerheimer Weg beginnen Erschließungsarbeiten, die Straße wird gesperrt.

Nach einigem Hin und Her der Straßenbaufirma ist es jetzt amtlich. Der Sauerheimer Weg wird doch ab dem 17. November bis zum19. Dezember für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Nur für Anwohner ist die Zufahrt von Osten wie Westen bis zu den Hausnummern 9a und 9c frei. Der Verkehr von und nach Sauerheim wird über die Neustadter und Sudeten Straße und umgekehrt umgeleitet. Grund für die lange Bauzeit ist der Fakt, dass die sieben Häuser im Neubaugebiet Marienbader Straße nicht einfach an den Kanal angeschlossen werden können. Ein Schachtbauwerk imuss in die Kanalisation eingebaut werden Deshalb muss die Fahrbahn aufgerissen und tief ausgehoben werden.

Dagegen hat die Verwaltung letzte Woche fristgerecht den ablehnenden Beschluss der Gemeinderäte zum Rezelsdorfer Windkraftrad an das zuständige Landratsamt Neustadt/Aisch – Bad Windsheim gesandt. Bekanntlich hatte in der Oktobersitzung eine knappe Mehrheit das Einvernehmen zum Fortgang des Genehmigungsverfahren verweigert. Als rechtlichen Grund sehen Gegner das fehlende Gutachten SAP. Jetzt ist damit zu rechnen, dass das Landratsamt die Ablehnung als „rechtswidrig“ einstuft und sie deshalb „ersetzen“ könnte. Auch die Verwaltung hat inzwischen beim Bayerischem Gemeindetag und der Rechtsaufsicht im Landratsamt ERH juristischen Rat eingeholt. Es könnte auch eine Sondersitzung geben zum Thema „Warum sind die Gemeinderäte aus rechtlichen Gründen dagegen?“

Gleich Anfang nächsten Jahres, so verspricht Bürgermeister Heinrich Süß, steht auf der Tagesordnung des Gemeinderats die Änderung der Friedhofssatzung. Auslöser war ein Leserbrief an unsere Zeitung, in dem beklagt worden ist, dass auf dem Waldfriedhof nur Bewohner des Marktorts bestattet werden dürfen. Familienangehörige von auswärts sind ausgeschlossen – und das seit jeher. Was aber zum Problem für Zugezogene werden kann, wenn die Eltern am alten Wohnort zurück bleiben. Im konkreten Fall konnte der zugezogene Weisendorfer Bürger die verstorbene Mutter im kirchlichen Teil des alten Friedhofs bestatten lassen. Denn dort sind zurzeit etliche Gräber wie auch Urnengräber frei.

Die Satzungsänderung, sie betrifft den kommunalen Teil und den Waldfriedhof, könnte umfangreicher werden – zumindest langfristig. Denn die bisherige Art der Bestattung ändert sich zusehends, wird vielfältiger. Und so hat man im Rathaus bereits erste Kontakte zur Einrichtung eines Friedwalds geknüpft, denkt auch zur Ergänzung der Urnenwände über ein Urnengrabfeld nach. Es könnte im oberen Teil des Waldfriedhofs angelegt werden. Dort, wo konventionelle Gräber nur „einfachtief“ anstatt „doppeltief“ belegt werden können. Wegen des steinigen Untergrunds, sagen die einen, wegen einer mangelhaft verlegten Drainage im Oberhang vermuten die anderen.

Fakt ist jedenfalls, dass die Kommune der ausführenden Landschaftsbaufirma Gerhard Fischer, Effeltrich, Ende der 90er-Jahre wegen mangelhafter Ausführung der Arbeiten vorzeitig den Auftrag entzog und die Firma Großkopf, Höchstadt, mit der Fertigstellung der Anlage betraute. Seit Jahren schon befindet sich die Kommune mit der Effeltricher Firma deswegen im Rechtsstreit, inzwischen anhängig beim Oberlandesgericht Nürnberg.

Weitreichend und sicher arbeitsintensiv ist der kürzlich geschlossene Vertrag, sich mit zehn Nachbarkommunen um Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung zu bewerben. Die Zeit drängt, bis Jahresende muss ein gemeinsames Konzept erstellt und eingereicht sein. Zusammen bringen die elf Gemeinden unter Federführung der Stadt Höchstadt 43’000 Einwohner ein, 30’000 sind Voraussetzung. Was sich der Marktort von EFRE verspricht? Mit stärkeren Partnern vernetzt zu sein, um dadurch am Rand des Ballungsraums Nürnberg/Fürth/Erlangen ein Gegengewicht bilden zu können. Es gilt, gemeinsam mit Besonderheiten der Region sich neu und effizienter zu präsentieren, sei es zu Kultur, Tourismus, Teichwirtschaft. Aus der Zusammenarbeit erhofft man sich aber auch Impulse, regionale Aktivitäten über die Gemeindegrenzen hinaus zu planen. Zum Beispiel ein gemeinsames Radwege- oder Kernwegenetz zu entwickeln und umzusetzen, selbst, wenn es dafür dann keine Förderung geben sollte. Nach der Devise „Gemeinsam sind wir stark“.

 

Waldfriedhof

Der neue Waldfriedhof Richtung Ortsteil Reuth verfügt noch über viel Platz für Grabstätten.

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