Die Verschönerung der Ortsmitte geht weiter: Schlosspark und Badweiher werden saniert


So sieht der geänderte Bebauungsplan "Am Kellerberg" aus.

So sieht der geänderte Bebauungsplan „Am Kellerberg“ aus.

Gegen Ende des Jahres gilt es stets, für geplante Maßnahmen im Rahmen des bayerischen Städtebauförderprogramms den Bedarf für das nächste Jahr bei der Regierung von Mittelfranken zu melden. Die Reihenfolge der zu sanierenden Objekte kann dabei geändert werden. Bei der Gestaltung des Baugebiets „Am Kellerberg“ – es liegt im Geltungsbereich der Städtebauförderung – hatte auch das die Ortskernsanierung begleitende Planungsbüro Topos Team mitzureden.

Der Entwurf zur Änderung des Bebauungsplan „Am Kellerberg“ war bis vor kurzem öffentlich ausgelegt. Das Areal der künftigen Wohnbebauung erstreckt sich zwischen dem historischen, teils überbauten Felsenkeller beziehungsweise der Kfz-Werkstatt an der Erlanger Straße im Osten und dem westlich gelegenen Baubestand. Acht Grundstücke sind hangaufwärts an der schmalen Erschließungsstraße mit Wendehammer geplant. Der unterste Streifen an der Erlanger Straße ist bereits einseitig mit einem großen Doppelhaus besetzt. Ihm gegenüber gen Osten soll ebenfalls ein größeres Wohn- und Geschäftshaus entstehen.

Schon vor der Auslegung hatte Thomas Rosemann von Topos Team zwar den neuen Wohnstandort als „Stärkung der Innenentwicklung“ gelobt. Gleichzeitig aber auf die im Sanierungsgebiet geltenden Gestaltungsrichtlinien wie Satteldach, rote Eindeckung mit Tonziegeln, keine kräftige Fassadenfarbe, keine Glasbrüstung an Balkonen hingewiesen, die zwingend festzusetzen jedoch im Ermessen der Gemeinde lägen. Bereits vorab hatten sich nun Kommune, Thomas Rosemann und Architekt Wenisch geeinigt, die Richtlinien auf das Haus an der Erlanger Straße anzuwenden, nicht aber auf die acht Wohnhäuser. Dort ist keineswegs eine einheitliche Dachform, Neigung, Deckung und Wandhöhe verlangt. Der zweite Bürgermeister, Karl-Heinz Hertlein (CSU) brachte es nach längerer Diskussion und einiger „grüner“ Kritik an zu dichter Bebauung und „fehlender gestalterischer Fantasie“ auf den Punkt „Wir diskutieren seit 21 Jahren (zu diesem Grundstück, die Redaktion). Ich stimme jetzt zu“. Die Planungsänderung liegt nochmals vier Wochen aus.

Wesentlich länger beschäftigten sich die Räte mit dem vorgelegten Entwurf zur sogenannten Bedarfsermittlung an die Regierung in Ansbach bis zu unisono zustimmten. Es ging um die Städtebauförderung 2015 und die Reihenfolge der geplanten Objekte. Thomas Rosemann hatte nach einigen Verständnisfragen aus dem Plenum nochmals generell den Ablauf der Förderung skizziert. Geplant werde jeweils über die nächsten vier Jahre, gemeldet immer am Jahresende an die Regierung die Bedarfsmitteilung für das kommende Jahr. Die gemeldeten Kosten seien geschätzt, danach erst ginge es an genaue Pläne. Dabei könne man auch die Reihenfolge der Objekte ändern. Und wie von einigen aktuell gewünscht, neben der bereits geplanten Sanierung des Schlossparks die des Badweihers vorziehen, dazu die dortigen Gehwege erneuern. Es war wiederum Karl-Heinz Hertlein, der schmunzelte „Sie haben mit dem Exkurs den Kollegen die Städtebauförderung wieder gegenwärtig gemacht“.

Nahezu ohne Diskussion stimmten die Räte – bis auf die Grünen – noch für den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zwischen den Eheleuten Gumbrecht und dem Markt Weisendorf. Auf dieser Basis können die Eheleute nun einen qualifizierten Planer beauftragen, für ihr gewerbliches Bauvorhaben in Nankendorf einen Bebauungsplan zu erstellen. Die Kosten dafür tragen die Bauwerber, die Planungshoheit  bleibt weiterhin bei der Kommune.

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