Jahreshauptversammlung: BWG blickt kritisch zurück und mit neuem Frontmann Thomas Rudel engagiert nach vorn


Mit neuer Aufstellung geht die BWG in die nächsten beiden Jahre.

Mit neuer Aufstellung geht die BWG in die nächsten beiden Jahre.

Bei ihrer Jahreshauptversammlung warf die Führung der Bürgerlichen Wählergemeinschaft einen kurzen, aber kritischen Blick auf den Wahlkampf und das doch enttäuschende Ergebnis. Um sich dann engagiert und optimistisch nach vorn zu wenden – mit einer neuen Spitze, erfahrenen Gemeinderäten in neuen Funktionen und neuen Kandidaten von der Wahlliste.

Die alle zwei Jahre anstehenden Vorstandswahlen waren gut vorbereitet. Einstimmig und nur bei der eigenen Wahl sich zuweilen enthaltend folgten die Mitglieder den Vorschlägen von Wahlleiter Horst Püschner und wählten Thomas Rudel zum ersten Vorsitzenden. Er folgt Günther Vogel, der nach zwölf Jahren im Amt diese Funktion abgeben wollte. Rudel hatte seiner Wahl ein kurzes, aber klares Statement voran gestellt. Er, der im Marktort wohne, kehre immer wieder von beruflich bedingten Reisen „gern“ hierher mit dem Auto zurück. Und blicke dabei nicht durch die Heck-, sondern die Frontscheibe. Ebenso wolle er es mit der Kommunalpolitik halten. Herzstück seiner künftigen Arbeit sei dabei die Unterstützung der drei Gemeinderäte, die Vorbereitung von Themen und von Info-Abenden. Im Team solle die BWG arbeiten und sich weiter entwickeln, so dass sie in sechs Jahren zweitstärkste Kraft sei. Dazu müsse zunächst die Arbeit auf viele Schultern verteilt werden. Ihm zur Seite stehen als zweite Vorsitzende neu Johanna Ioanita und der Routinier Günther Vogel. Auch die vier Beisitzer sind bunt und neu gemischt. Schriftführer Rainer Schilling gab sein Amt nach langer Zeit ebenfalls ab.

In seiner Rückschau hatte Günther Vogel zunächst allen gedankt, die sich im Wahlkampf auf vielfältige Weise engagiert hatten. An seinen Kernthemen werde man im Gemeinderat festhalten. Auch wenn der jüngste BWG-Antrag, Bürgeranfragen künftig vor den Ratssitzungen zuzulassen, bereits gescheitert ist. Die BWG habe aber noch mehr Ideen zu Bürgerfreundlichkeit. Die Ortskernsanierung bliebe im Blick, beim Breitbandausbau sei die BWG bisher federführend und habe dem Rathaus schon gute Anregungen geliefert, so auch mit Karoline Schmidts Info-Besuch in Petersaurach, das von Glasfaser Deutschland ohne Kosten mit einem eigenen Breitbandnetz ausgestattet wird (hier unser Bericht dazu). Zum Konzept der BWG gehöre auch die interkommunale Zusammenarbeit im Seebachgrund. Mit Sachverstand, fair und realistisch wolle man sich einbringen.

Und dann kommen doch einige Sätze zur Konstituierenden Sitzung. Man habe zwar einen neuen „Spielführer“; aber seine Mannschaft bleibe etwa gleich. Was heißt: „Der große Block CSU gibt vor und die UWG geht mit.“ Karoline Schmidt beschäftigte sich ebenfalls mit der letzten und jetzt der neuen Legislaturperiode. Sie erwähnte die Änderung des Flächennutzungsplans Nankendorf, zu der die Kommune eine konträre Meinung zum Landratsamt vertritt. Das neue Baugebiet in Buch kam zur Sprache, wo es bereits eine „Vormerkliste“ gäbe, aber noch keinen Bebauungsplan. Das Gewerbegebiet warte auf Erweiterung, eine neue Turnhalle sei nötig, die Fertigstellung des Schulsportplatzes und der Unterstand Bushaltestelle Lindenstraße. Ihr Fazit: Der alte Bürgermeister habe dem neuen viele Baustellen hinterlassen.

Walter Ferbar berichtete von kulturellen, karitativen und Service-Aktivitäten, dann ging man zum gemütlichen Teil über und blickte gelassen in die Zukunft.

Das Ergebnis der Neuwahlen:

1. Vorsitzender: Thomas Rudel
2. Vorsitzende: Johanna Ionita und Günther Vogel
Beisitzer: Sabine Schatz-Woellner, Karoline Schmidt, Thomas Schmidt, Walter Ferbar
Kassier: Helmut Schäfer (wiedergewählt)
Schriftführerin: Beate Youssef Radwan
Kassenprüfer: Robert Klose, Klaus Schlee (wiedergewählt)

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ein Kommentar

  1. Den Antrag, die Bürgeranfragen künftig zu Beginn der Sitzung des Gemeidnerats zu behandeln, wurde nicht von der BWG gestellt, sondern von Bündnis 90/Die Grünen. Nachzulesen in der Niederschrift der Sitzung vom 8. Mai. Dort heißt es: „GRM Dr. Christiane Kolbet stellt im Rahmen der Diskussion den Antrag, § 24 Abs. 5 der Geschäftsordnung, der die Anfragen der Bürgerinnen und Bürger regelt, dahingehend zu ändern, dass diese Anfragen zu Beginn der öffentlichen Sitzung gestellt werden können. Dazu ist es erforderlich, die beiden ersten Worte des § 24 Abs. 5 „Nach Beendigung“ zu streichen und dafür die Worte „Zu Beginn“ einzusetzen.
    Auf die Frage von ersten Bürgermeister Heinrich Süß, wer dem Antrag von GRM Dr. Christiane Kolbet zustimmt, wird das
    Abstimmungsergebnis: 9 : 12
    erreicht. Damit ist der Antrag abgelehnt.“
    Die BWG hat diesem Antrag der Grünen – anders als noch in 2008 – diesmal zugestimmt.

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